
Tag 2 unserer Reise ist eigentlich ein Seetag, auch wenn er offiziell von AIDA als Rotterdam deklariert wird. Aber Rotterdam werden wir erst heute Abend gegen 20:00 Uhr erreichen.
Somit gilt für uns heute der Seetag Modus, d.h. erst einmal ausschlafen. Geht bei mir leider jobbedingt nur bis sieben. Obwohl ich mit den Matratzen wunderbar zurechtkomme, kann ich irgendwie nicht liegenbleiben. Also ab ins Badezimmer, aber alles in Zeitlupe und ohne Geräuschentwicklung, damit die beste Ehefrau von allen, um mal kurz Ephraim Kishon zu zitieren, noch ein wenig schlafen kann. Ab acht werden dann aber die Vorhänge schon mal aufgezogen und meine sonstigen Aktivitäten werden auch etwas geräuschvoller, so dass der Weckvorgang damit eingeleitet wird und auch zu dem beabsichtigten Erfolg führt.
Um 8:30 Uhr sitzen an unserem Frühstückstisch im „Selection Restaurant“, wo unsere Vielfahrer aus Brake, die wir im letzten Urlaub kennengelernt und gestern wieder getroffen haben, zu uns stoßen. Nun frühstücken wir die nächsten zwei Stunden erst einmal ausgiebig mit frisch gepresstem Orangensaft und diversen Eierspeisen. Das ist Urlaub.
Nach dem Frühstück geht’s nach kurzem Kabinenaufenthalt zum nächsten Termin: 11:00 Uhr Fantreffen des Forums. AIDA gibt Sekt und O-Saft aus. Auch ein paar Streifenhörnchen geben sich für ein kurzes Grußwort die Ehre: HD, EM und das Einschenken hat Emilio (F&B) persönlich übernommen. Dann sind sie aber relativ schnell wieder verschwunden. So wie wir, da uns die Runde mit ca. 50 Leuten zu groß und zu unpersönlich war.
Kurze Runde übers Deck, durch den Shop und zur Kabine. Dann ist es 12:00 Uhr und die Ocean Bar hat geöffnet. Aber es wird nur ein relativ kurzer Stopp, da das „Calypso“ um 12:30 Uhr fürs Mittagessen öffnet. Aus reiner Langeweile und Neugierde, von Hunger kann keine Rede sein, gehen wir mal gucken, was es so gibt. Und natürlich werden wir fündig.
Dann haben wir für eine Siesta genügend Bettschwere, wobei ich es mir auf unserem Balkon bequem mache. Meine bessere Hälfte hat um 15:30 Uhr einen Massagetermin. Ich nutze die Zeit, um bei den Reiseberaterinnen zwei Reisen für 2020 zu buchen. Mit AIDAaura 15 Tage „Norwegens Fjorde mit Lofoten“ und AIDAvita „Frankreich, Belgien und England“. Um 16:45 machen wir uns auf Deck 7 auf den „langen Marsch“ durch den Gang an Steuerbord von fast ganz vorne bis ganz nach achtern zur Ocean Bar, was sofort mit zwei Bieren, für jeden eins, belohnt wird.
Und jetzt haben wir auch die Mündung der Maas erreicht. Und sofort beginnt hier auch schon der Hafen von Rotterdam, dem größten in Europa.
Die Niederländer sind Weltmeister im Deichbau. So kann auch im Ernstfall ein Sperrwerk quer über die Maas gefahren werden. Wer nicht will deichen, der muss weichen. Und es wäre ja schade um die Holländer.
Da man die Maas komplett abschotten kann, braucht es keine Deiche, so wie hier in diesem kleinen Vorort Rotterdams.
Um 19:00 Uhr machen wir am Cruise Terminal Rotterdam fest und ab 20:00 Uhr können die Unermüdlichen das Schiff für eine erste Erkundung verlassen. Wir nicht. Wir haben Urlaub. Und schließlich können wir die Ocean Bar nicht unbeaufsichtigt lassen.
Es wurde ein sehr lustiger Abend mit allen bekannten Verdächtigen. Irgendwann ließ uns unsere Vernunft nicht allzu lange nach Mitternacht ins Bett gehen.
Tag 3: Aufstehen und Frühstück zu viert. Wie immer im Urlaubsmodus. Und trotzdem sind wir schon um 9:30 Uhr an Land, wenn ich denn dem Zeitstempel auf den Fotos glauben kann.
Unter Verzicht auf den Shuttlebus machen wir uns per pedes auf Erkundungstour. Von der Erasmusbrücke haben wir einen schönen Blick auf „unser“ Schiff.
Vor Fertigstellung der Erasmusbrücke war die Willemsbrücke die wichtigste Maasquerung in Rotterdam.
Eine kurze Wegstrecke weiter, kommen wir zum „Maritiemmuseum“ mit Museumshafen.
Nächstes Ziel ist die Markthalle, die aber heute am Pfingstmontag erst um 12:00 Uhr öffnet. Somit besichtigen vorher die Cubushäuser, wo wir auf Mitreisende treffen und zu viert einen Orangina- bzw. Bierstopp einlegen.
Zusammen besuchen wir dann die Markthalle, wo wir sehr leckere Lakritz erstehen. Man soll es nicht glauben, aber ca. 30% haben bis heute überlebt.
Auch in der Umgebung der Markthalle gibt es noch einige Fotomotive, wie das „Het Witte Huis“, dem ersten Hochhaus Rotterdams, oder das „Schielandhuis“.
Auch die Sankt Laurentiuskirche, die auch die „Grote Kerk“ genannt wird, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Markthalle, so dass sie sich auch in ihr spiegelt.
Unseren Rückweg zum Schiff treten wir von der Haltestelle am Museumshafen mit dem Wassertaxi an. Eine sehr rasante Fahrt, aber auch mit einem schönen Blick auf die AIDAaura.
Um 13:30 Uhr sind wir wieder an Bord. Und was soll ich sagen: Urlaub. D.h. erst eine Kleinigkeit zur Stärkung im „Calypso“, dann Siesta/Balkon, dann Ocean Bar und gucken, ob sie noch da ist, dann „Selection Restaurant“ und dann Ocean Bar, um den restlichen Abend aufs Schraubenwasser zu gucken und Teil einer lustigen Runde zu sein. Was will man mehr, außer vielleicht auch heute irgendwann ins Bett zu gehen.
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